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Kolumnen der Zeitung "Großauheim (er)lebenswert..."
Service-Center Grossauheim (Okt. 2003)
Ein Herz für Pinguine (Sep. 2000)
Neuer Name für den Rochusplatz?
(Aug. 2000)
Grossauheim
bald Drehort von "Big Mother"?
(Apr.2000)
Auf mit Schwung!
(Sep. 1998)
Service-Center
Großauheim
Kolumne "Großauheim...(er)lebenswert!"
- Okt.2003
„Wir sind für Sie da - jeden
Tag, rund um die Uhr! Kontakten Sie unser freundliches Team vom Callcenter!
Rufen Sie unsere Hotline an, wir helfen Ihnen gerne!“
Wie gut das klingt. Das tönt nach Service-Paradies, nach Zufriedenheit
rundum. Da leuchtet ein Schloß, in dem König Kunde wohnen darf.
Welch ein Glanz; zu schön, um wahr zu sein. Denn oft lauert hinter der
prachtvollen Fassade aus vollmundigen Versprechen die schreckliche Realität.
Und die packt grausam zu, wenn der Supermarkt-PC plötzlich wilde Attacken
reitet, der Versandhaus-Fernseher abstrakte Bilder zeigt, das ebay-Schnäppchen
nicht so recht funktioniert und wir Hilfe brauchen.
Dann kommt der Augenblick der Wahrheit. So nennt man den Moment, in
dem der Großwildjäger das Weiße im Auge des Tigers erkennt.
Doch wir sind nicht im Dschungel; wir starren nur verzweifelt auf das Display
unseres Telefons. (Oder schließen besser die Augen, falls dort die Beträge
der Gebührenanzeige euphorisch durchrattern).
Jeder, der schon einmal in seiner Not zum Telefon griff, eine gebühren-
pflichtige Service-Hotline anwählte und dann in der Anruferschlange zu
verhungern drohte, kennt das. Je größer der Laden, um so fetziger
die Musik vom Endlosband, um so süßer die sanfte Stimme des Warteschleifen-Engels:
„Der nächste freie Mitarbeiter ist gleich für Sie da“.
Ja, darben dort nur unfreie, an ihre Terminals gekettete Telefonsklaven? Das
würde einiges erklären. Ein Callcenter, in dem man nervig lange
nach „einem freien Mitarbeiter“ sucht, muß wohl die Hölle
auf Erden sein.
Die Welt ist schlecht und ungerecht. Aber warum hat darunter ausgerechnet
der unschuldige Kunde zu leiden? Der will doch bloß einen kleinen Rat,
den entscheidenden Tip und manchmal auch nur ein wenig Trost.Und so was rutscht
eben nur schwer durch eine dünne Telefonleitung. Ist irgendwann ein williger
Sachbearbeiter gefunden, sind die richtigen Kunden- und Bearbeitungsnummern
ausgetauscht und der direkte Stimmkontakt von Mensch zu Mensch hergestellt,
ist es höchstes Kundenglück, wenn nach vielen Worten auch erfolgreiche
Taten folgen.
Nun, dieser neue Hotline-Dienst ist bei den Handelsriesen total in Mode. Schließlich
erspart das die Einrichtung kostspieliger und personal- intensiver Servicestellen.
Den Kunden aber kostet das Nerven, Geld und Zeit.
Dabei ist das alles sehr einfacher und angenehmer zu haben. Und zwar nicht
auf altmodische, sondern auf altbewährte Art. Denn noch gibt es ihn,
den Einzelhandel vor Ort. Fachlich kompetent und direkt ansprechbar. Da kann
man schon immer wahren Kundendienst erleben.
Der Radiotechniker, der sein Geschäft in der Nachbarschaft hat, erklärt
Ihnen zum x-ten Male geduldig die Fernbedienung des tollen Super-fernsehers
aus der Videowand des BlödMarktes (hat schon 5.000 Stunden Dauerlauf
hinter sich, war aber ein echtes Schnäppchen!). Und ihr freundlicher
Autohändler am Ort zeigt Ihnen ohne große Worte, wie einfach doch
der Aschenbecher Ihrer neuen Limousine auszubauen ist. (Dabei stammt das Auto
doch von irgendeinem Wiesen-Dealer aus dem Hunsrücker Sauerland oder
sonst woher. War aber sooo günstig!).
Hier gibt es noch den Service, den man kaum noch erwartet. So was tut gut.
Jeder von uns hatte sicher schon einmal solch ein Aha! -Erlebnis. Rat und
Hilfe ohne Umwege, ohne Hinhaltetaktiken am Telefon. Wie schön, daß
es das noch gibt. Das funktioniert aber nur, so lange alle mitspielen. Der
Händler in der Nachbarschaft hat nur mit unserer Unterstützung eine
Zukunft.
Jeder weiß das. Aber handeln wir auch danach?
Groß ist das Geschrei und Gejammer, wenn mal wieder ein innenstädtischer
Lebensmittelladen schließt. Nun, wann haben Sie das letzte Mal dort
eingekauft? Der Liter Milch, 5 Minuten vor Toresschluß, zählt nicht.
Die Waage bleibt nur dann im gesunden Gleichgewicht, wenn beide Seiten genügend
in die Schalen legen.
Also passen wir auf und belohnen die, die uns Gutes tun, mit unserem Einkauf:
Es geht um umfassende Qualität. Und die zeigt sich erst bei genauerem
Hinsehen. Die paar gesparten Schnäppchen-Cent sind bald vergessen. Gute
Erfahrungen mit persönlichem Kundendienst halten länger an und sind
nicht zu bezahlen.
Also, tun Sie sich was Gutes und Auf! zum Einkauf nach Großauheim.
Hier hat der Kunde einen Namen und der Service ein Gesicht!
JW ![]()
Ein Herz für Pinguine!
Kolumne "Großauheim...(er)lebenswert!"
- Sep.2000
Hanau schmückt sich mit dem berühmten Großauheimer August
Gaul und widmet dem großen Tierbildhauer beeindruckende Ausstellungen.
Doch wie würde dem Tierfreund Gaul beim Besuch seiner alten Heimat Großauheim
das Herz bluten! Er stände erschüttert in den Anlagen der „Schule
am Brunnen“ vor seinen liebsten Geschöpfen, den Pinguinen.
Es ist zum Erbarmen: traurig sitzen sie auf dem Trockenen.
Der Brunnen, der der Schule den Namen gab, ist seit Jahren versiegt. Während
in Hanau Stadt mächtige Wasserwerke gen Himmel spritzen, kann sich Großauheim
lediglich dieser kläglichen Trockenfontäne rühmen.
Fühlt sich denn niemand verantwortlich? Wo bleiben die Mutterinstinkte
der Hanauer Landschaftspfleger? Müssen denn immer erst Greenpeace und
der Welttierschutzverband auf Skandale hinweisen? Sicher würden einige
Großauheimer Tierfreunde aus Mitleid Patenschaften übernehmen und
einen Pinguin zur Wasserkur in die heimische Badewanne setzen.
Es wäre eine Wohltat für die herzigen Tierchen. Es sei denn, ein
städtischer Hauptverantwortlicher dreht endlich den richtigen Hahn auf!
JW
„Platz des Ärgers,
Platz des Zorns“
Neuer Name für den Rochusplatz ?
Kolumne "Großauheim...(er)lebenswert!"
- Aug.2000
Der Namenspatron des Großauheimer Rochusplatzes, der Heilige St.Rochus,
war ein wahrer Wohltäter und Menschenfreund. In den hoffnungslosen Zeiten
der Pest vor 700 Jahren gab er den Beladenen und Bedrückten Trost und
Zuversicht.
Lange ist’s her, daß mit dem Namen „Rochus“ so viel
Gutes einherging.
Hört man heutzutage in Großauheim ein Gespräch über den
Rochusplatz, so klingt das wie ein Wehklagen der Bürger über eine
neue Plage der Menschheit.
Die Auheimer haben einen gewaltigen „Rochus“ auf das, was sich
in den letzten Jahren im Zentrum von Hanaus größtem Stadtteil abgespielt
hat. Dieser Begriff allerdings stammt aus dem Jiddischen (rochus, rauches)
und bedeutet nichts anderes als „Wut“ und „Zorn“.
Das passt doch, oder?
Rochusplatz –Platz des Ärgers. Kaum ein anderer Ort im Abendland,
der einen treffenderen Namen hat.
Alternativen wären noch: Sisyphus-Esplanade (hier verzweifeln die Straßenbauer
an ihrem endlosen Werk), Forum der leeren Versprechungen (Wo ist das Großauheimer
Wappen, Frau Härtel?), oder:
Piazza Venezia (bei Regen entsteht eine Wasserstraße, Pflasterstrand
inklusive.)
Nun ist also mal wieder alles neu und schön. Zierliche Pflastersteinchen
kuscheln aneinander und fürchten sich vor den großen Autobussen.
Freie Bürger haben freie Fahrt in alle Richtungen und auch den Sitzbank-Abonnenten
vor Ort ist nicht mehr langweilig. Aus ist’s mit monatelanger Zeitlupe
und Baustellenschlaf. Das Auheimer Leben tobt und pulst, als sei nichts gewesen.
Oder blieb da etwas zurück? Es heißt, der Hanauer Magistrat habe
über 400.000 DM für die Großauheimer Gute Stube locker gemacht.
Aber wehe ihm, wenn er dafür auch nur ein Wort des Lobes erwartet!
Die Neupflasterung des Rochusplatzes ist einzig und allein eine weitere der
vielen Nachbesserungen vor Ort. Planungsfehler, Rathauszentralismus, Baupfusch
- das Liedchen, das wir Auheimer singen können, ist inzwischen ein jahrzehntealter
Oldie geworden. Und leider immer noch aktuell.
Aber vielleicht steht das Jahr 2000 im Zeichen von Ablass und Erlösung?
Wie dankbar sind wir, daß das Baustellen-Elend ein Ende hat. (Nicht
vergessen: Baubeginn der ersten Rochusplatzpflasterung war 1989). Großauheimer
lassen niemals die Hoffnung fahren. Ihre Fähigkeiten, von Fremden auferlegtes
Ungemach zu ertragen, ist legendär. Wissen sie doch aus ihrer 1200jährigen
Geschichte, daß nur Geduld und Ausdauer wahren Erfolg bringen. (Wobei
uns Großauheimern ein gewisses Maß an Sturheit auch nicht abzusprechen
ist.)
Nun droht neues Ungemach:
Nach der überwundenen Straßenblockade soll unsere Stadt wohl ausgehungert
werden.
Ein Lebensmittelmarkt nach dem anderen schließt, andere plagt die Standortunlust.
Dies mag viele Gründe haben, passt aber alles in das Bild. Höchste
Eisenbahn, bevor hier alle Züge abgefahren sind!
Da entstehen an allen Auheimer Ecken Neubaugebiete. Doch neben der Baugrube
klafft bedrohlich das Versorgungsloch. Gibt es bald nur noch Milchpulver,
Konserven und Vitaminpillen statt Frischware im Zentrum zu kaufen? Wird da
der Teufel an die Wand gesprayt oder ist die Lage tatsächlich so beängstigend?
Wohl dem, der ein Auto hat oder gut zu Fuß ist. Auheim ist groß,
wie der Name schon sagt. Die Oma von nebenan allerdings bewältigt die
neuen Entfernungen und kilometerweiten Fußmärsche zum Einkaufen
nur schwer. Und einen bequemen Einkaufsservice kann sich nicht jeder leisten.
Sicher: dies ist eine Entwicklung, die im ganzen Land zu beobachten ist. Aber
deshalb akzeptieren und zur Tagesordnung übergehen? Gleicht die Geschäftsverlegung
hier, die Ladenschließung da, nicht aufgereihten Dominosteinen, die
nacheinander umfallen und andere mitreißen? Jeder von uns Kunden und
Käufern ist hierfür ein wenig mitverantwortlich. Wie kann ein Geschäft
ausreichende Umsätze machen, wenn dort nur noch Notkäufe getätigt
werden? Mal ein Döschen Sahne, mal drei Holzschrauben (das geht noch
in Großauheim!) – davon kann auf Dauer kein Händler leben.
Noch haben wir eine Vielzahl von Geschäften und Branchen mit breitem
Angebot.
„Hier wohne ich, hier kaufe ich ein“ – ein Werbeslogan,
der das Wesentliche trifft. Da stimmen Preis UND Leistung UND persönliche
Beratung. Und so ein erfolgreicher Dreierpack muss anderswo erst einmal gefunden
werden. Suchen Sie nicht in der Einöde oder weit draußen auf der
Grünen Wiese.
Einkaufen in Großauheim: das ist bunt und vielseitig, mitten im Leben.
Leere Worte? Machen Sie auf dem Rochusmarkt die Probe auf’s Exempel!
JW
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Großauheim bald Drehort von „Big Mother“ ?
Kolumne "Großauheim...(er)lebenswert!" - Apr.2000
Halb Deutschland sitzt vor der Flimmerkiste
und beguckt sich den Menschenzoo „Big Brother“. „Leben live“
– das ist ja mal etwas ganz neues! Aber eigentlich passiert da doch
rein gar nix. Eben ganz wie im richtigen Alltag, oder? Findige Programmdirektoren,
die ja ihre Taster und Fühler überallhin ausstrecken, sollen jetzt
auf ihrer Suche nach dem ultimativen Programmreißer fündig geworden
sein: Nach dem Langweiler „Big Brother“ kommt bald „Big
Mother“ über Antenne, Kabel, Schüssel ins deutsche Wohnzimmer.
Und zwar direkt aus Großauheim!
Eigentlich eine logische Entscheidung: Hier muss keine künstliche Studio-WG
errichtet werden, hier pulst und pocht das Leben rund um die Uhr! Auch die
meterhohen Schutzmauern kann man sich sparen: Wir Auheimer haben seit Ewigkeiten
die allzeit
geschlossenen Bahnübergänge rundum. Die halten uns zusammen.
Unser Rochusplatz ist im wahren Wortsinne ein ideales „Problemzimmer“.
Hier fehlt nur noch die Installation der Kamera, die unzensiert und live das
Wehklagen der
geplagten Großauheimer direkt zu „Big Mother“ in das Hanauer
Rathaus überträgt. Da wird dann getröstet, gestreichelt und
geholfen. Und ist die Not am größten, dann gibt es Küsschen
vor Ort und alles wird wieder gut.
Langeweile und Ödnis haben in Großauheim keine Chance: Das einheimische
Schauspielerensemble wird stetig aufgefrischt und nimmt noch immer zu. „Waldswiese“,
„Marienhütte“, „Wohnpark am Main“ erweitern die
Räume der Akteure.
Doch eine wesentliche Änderung zu „Big Brother“ wird es geben:
In der „Big Mother Show“ darf jeder mitspielen, solange er mag.
Hier wird niemand nach einer schlecht gelaufenen Woche abgewählt und
rausgeschmissen. Dramatische Szenen heben wir Auheimer uns für andere
Gelegenheiten auf.
Der Großauheimer an sich ist ja schon ein „Star“. Auch das
ist ein Grund, weshalb keine saftige Überlebensprämie für die
Übriggebliebenen der Show ausgesetzt werden muss.
Die würde nie ausgezahlt, hier will ja keiner weg. Einzig problematisch
scheint die Rolle der Titelheldin zu sein.
„Big Mother is watching you!“ …wahrlich ein berühmter
Slogan. Nur: sind denn wirklich die Objektive der großen Regisseurin
Margarete und ihres filmreifen Teams im Rathaus auf den größten
Hanauer Stadtteil im Osten des Imperiums gerichtet?
Manchmal scheint es, man sei im falschen Film. Die Energien, die für
die Hanauer Landesgartenschau aufgebracht werden, gleichen fast dem Aufwand
zum Film „Jurassic Park“, Dschungelpflanzung inklusive. Doch Auheimer
geben die Hoffnung niemals auf:
Der Nachfolgefilm zum Saurier-Epos hieß ja auch nicht: „Auheim,
die vergessene Welt“, sondern: „Etwas hat überlebt“.
Und das ist hier auf jeden Fall der Geist und das Unverwechselbare von Großauheim.
Hier gibt es keinen Sendeschluss!
JW
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Auf, mit Schwung!
Kolumne "Großauheim...(er)lebenswert!" - Sep.1998
Unsere Konjunktur hängt am Reck wie ein Sandsäckchen in der Turnstunde.
Der Aufschwung will partout nicht gelingen, massive Hilfestellung ist nötig.
„Servicebewußtsein“, „Kundenbegeisterung“, sogar
eine neue „Dienstleistungsgesellschaft“ gelten als Fitmacher und
Hoffnungsträger der lahmenden Wirtschaft. Große Warenkonzerne erinnern
sich an vergangene Zeiten, als man bei Tante Emma Stopfgarne und Salzheringe
kaufen, ganz nebenbei im Plausch Ratschläge und Neuigkeiten erfahren
konnte und einem der Sohn des Hauses willig die volle Einkaufstasche nach
Hause schleppte.
Hochbezahlte Marketingtrainer versuchen nun in den Kaufpalästen der Branchenriesen
verzweifelt, diesen Hauch von persönlichem Einkaufserleben wieder einziehen
zu lassen. Da werden Warenhallen parzelliert, Unterabteilungen nochmals unterteilt.
Intim und gemütlich hat’s zu sein. Das Verkaufspersonal drillt
man in Workshops auf vorausschauende Freundlichkeit, an mancher Fließbandkasse
stauen sogar Hilfskräfte die Waren ins Einkaufskörbchen.
Schluß jetzt mit Muffelei und Feierabendblick zur Uhr: unsere Demokratie
soll sich zum Königreich des Kunden wandeln. Mit dem Ziel, das behütete
Haushaltsgeld eben hier und nicht anderswo zu investieren. Schön und
gut: wir, die wir ja alle irgendwo und irgendwann einmal „Kunden“
sind, registrieren wohlwollend die neuen, ungewohnten Aufmerksamkeiten und
unsere shopping-Stimmung steigt. Und darauf mußten wir so lange warten...
--- So, genug jetzt! Höchste Zeit für Einwurf, Break, Kadenz! Alles
uralte Hüte!
In den Fachgeschäften des Einzelhandels konnte man schon immer gute Beratung
und echte Dienstbereitschaft erleben. Erstaunlich bloß, wie lange die
Kunden die
„Wurstpiepegalbehandlung“ in den anonymen Supermärkten toleriert
haben. Als Preis für vermeintliche Schnäppchen? Da machen wir uns
doch was vor. Hand aufs Portemonnaie: manch preisbewußter Konsument
schwärmte nach Wahnsinnssonderangeboten aus und erbleichte hinterher,
wenn zu Hause am Küchentisch eine Nachkalkulation erstellt wurde.
Denn nur von Ramschpreisen kann keiner leben. Auch „die Großen“
nicht, sonst bebt
die Grüne Wiese.
Zwei Seelen wohnen -ach!- in unsrer Brust. Einerseits wollen und müssen
wir sparen,
andrerseits verlangen wir ein Maximum an Beratung, Service und Qualität.
Wir nutzen den örtlichen Einzelhandel häufig nur zu unumgänglichen
Noteinkäufen,
schreien aber Zeter und Mordio, wenn der Lebensmittelladen nebenan wegen fehlender
Umsätze schließen muß.
Sind wir überhaupt bereit, das gewünschte „Mehr“ an
Leistung und Angebot zu honorieren? Es geht da nicht einfach nur um Geld und
Ware. Nur der regelmäßige Einkauf im Fachgeschäft vor Ort
sichert den „Standort“ und garantiert dauerhaft marktgerechte
Preise.
Prüfen Sie uns genauer: bei den Großauheimer Geschäften ist
so vieles „inklusive“ und „ohne Aufpreis“; das ist
für uns selbstverständlich.
Die beste Gelegenheit für einen Leistungstest bietet der „Rochusmarkt“.
Die Großauheimer Kombination von Auswahl, Qualität und Service
mit Unterhaltung, Kultur und Volksfest ist weithin unerreicht.
JW ![]()